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Pharmakologie
Bioverfügbarkeit
Bioverfügbarkeit - Der Anteil eines Wirkstoffs, der tatsächlich unverändert im Blutkreislauf ankommt. Sie erklärt, warum viele Peptide gespritzt und nicht geschluckt werden.
Auch genannt VerfügbarkeitbioavailabilityF-Wert
Stell dir vor, du schickst 100 mg eines Wirkstoffs auf eine Reise durch den Körper - ein Teil geht unterwegs „verloren“ (wird verdaut, abgebaut oder kommt gar nicht erst im Blut an). Die Bioverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil einer verabreichten Dosis tatsächlich unverändert den Blutkreislauf erreicht. Eine intravenöse Gabe (direkt in die Vene gespritzt oder getropft) gilt definitionsgemäß als 100 %; andere Wege liegen darunter.
Warum Peptide meist gespritzt werden
Peptide (kleine Eiweiß-Bausteine, z. B. Insulin oder bestimmte Hormone): Geschluckt würden die meisten von ihnen im Magen-Darm-Trakt verdaut - ihre orale Bioverfügbarkeit ist sehr niedrig. Eine subkutane Injektion (Spritze ins Fettgewebe direkt unter die Haut, z. B. am Bauch) umgeht die Verdauung und liefert einen weit größeren Anteil ins Blut.
Bezug zur Dosis
Zwei Wirkstoffe mit gleicher mg-Zahl können unterschiedlich stark wirken, wenn ihre Bioverfügbarkeit verschieden ist - die Verabreichungsform ist also Teil der Rechnung.