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Pharmakologie
Halbwertszeit
Halbwertszeit - Die Zeit, in der die Hälfte eines Wirkstoffs im Körper abgebaut bzw. ausgeschieden ist. Sie bestimmt, wie lange ein Peptid wirkt und wie oft man es anwendet.
Auch genannt HWZt½Eliminationshalbwertszeit
Die Halbwertszeit (oft „HWZ", Symbol t½) beschreibt, wie schnell der Körper einen Wirkstoff wieder loswird: Nach einer Halbwertszeit ist die Hälfte der ursprünglichen Menge abgebaut oder ausgeschieden, nach zwei Halbwertszeiten ein Viertel, nach drei ein Achtel - und so weiter.
Warum das zählt
Die Halbwertszeit bestimmt, wie oft ein Peptid sinnvoll angewendet wird und wie stabil der Spiegel im Blut bleibt. Kurze HWZ (Minuten bis wenige Stunden, z. B. viele GHRP/GHRH-Peptide) bedeutet häufigere Gaben; lange HWZ (Tage, z. B. manche GLP-1-Analoga) erlaubt eine wöchentliche Anwendung. Als Faustregel gilt ein Stoff nach etwa vier bis fünf Halbwertszeiten als praktisch vollständig eliminiert.
Typische Fehler
- HWZ mit Wirkdauer gleichsetzen - die biologische Wirkung kann länger anhalten als der messbare Blutspiegel.
- Annehmen, ein Stoff sei „nach einer Halbwertszeit weg" - es ist erst die Hälfte.
Sprachliche Verwechslungen
„Halbwertszeit" stammt ursprünglich aus der Radioaktivität, meint in der Pharmakologie aber den Abbau im Körper (Eliminationshalbwertszeit). Englisch: half-life.