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Anmischen & Material
Rekonstitution
Rekonstitution - Das Anmischen eines gefriergetrockneten Peptids: Du gibst eine sterile Flüssigkeit (meist bakteriostatisches Wasser) ins Vial, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat und eine injizierbare Lösung entsteht.
Auch genannt AnmischenAuflösenRekonstruieren
Lyophilisierte (gefriergetrocknete) Peptide kommen als feines Pulver im Vial. Bevor du sie verwenden kannst, müssen sie rekonstituiert - also angemischt - werden: Eine sterile Flüssigkeit wird langsam ins Vial gegeben, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.
Wie es abläuft
Üblich ist bakteriostatisches Wasser (BAC-Wasser), weil der enthaltene Benzylalkohol Keime hemmt und die Lösung mehrere Wochen im Kühlschrank haltbar macht. Die Flüssigkeit wird an der Glaswand entlang eingespritzt - nicht direkt auf das Pulver -, danach lässt man das Vial ruhig stehen oder schwenkt es sanft. Nicht schütteln: Peptide sind empfindliche Eiweißketten, starke Scherkräfte können sie schädigen.
Typische Fehler
- Kräftiges Schütteln statt sanftem Schwenken.
- Wasser direkt auf das Pulver strahlen lassen.
- Falsches Wasser (z. B. Leitungswasser) - nur steriles oder bakteriostatisches Wasser.
- Die gelöste Menge nicht notieren - die Konzentration (mg pro ml) brauchst du später für die Dosisberechnung.
Sprachliche Verwechslungen
Im Deutschen wird Rekonstitution oft schlicht „Anmischen" oder „Auflösen" genannt; gelegentlich liest man fälschlich „rekonstruieren". Gemeint ist immer dasselbe: aus Pulver und Flüssigkeit eine gebrauchsfertige Lösung machen.