PeptipediaGlossarAnalogon

Pharmakologie

Analogon

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Analogon - Eine leicht abgewandelte Version eines natürlichen Moleküls. Kleine Änderungen können die Wirkung verstärken oder die Wirkdauer verlängern.

Auch genannt AnalogAnalogaDerivatanalogue

Ein Analogon ist ein Molekül, das einem natürlichen Stoff stark ähnelt, aber gezielt verändert wurde. Solche Änderungen sollen oft eine Eigenschaft verbessern - etwa die Halbwertszeit (die Zeit, bis der Körper die Hälfte des Wirkstoffs wieder abgebaut hat) verlängern oder die Bindung an den Rezeptor (vereinfacht: die Andockstelle auf der Zelle, an die der Wirkstoff andockt) verstärken.

Beispiel

GLP-1-Analoga sind abgewandelte Varianten des körpereigenen Hormons GLP-1, das im Darm gebildet wird und unter anderem Appetit und Blutzucker beeinflusst. Sie werden langsamer abgebaut und wirken dadurch länger als das natürliche Hormon.

Sprachliche Verwechslungen

„Analogon" (Singular), „Analoga" (Plural); in der Pharmazie oft synonym mit „Derivat" verwendet. „Derivat" meint eine chemisch abgewandelte Substanz, die noch eine ähnliche Struktureinheit zur Stammverbindung besitzt. „Analogon" betont dagegen strukturelle oder funktionelle Ähnlichkeit zum natürlichen Stoff - „Derivat" und „Analogon" überlappen sich, decken aber nicht exakt dasselbe. Nicht zu verwechseln mit einem identischen Nachbau.

Verwandte Begriffe

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