Auf einen Blick
- Wirkmechanismus
- Regeneratives Peptid, abgeleitet aus einem Schutzprotein des Magensafts: löst im verletzten Gewebe Angiogenese (neue Blutgefäße) aus und verbessert so die Versorgung schlecht durchbluteter Sehnen und Bänder.
- Nutzen & Anwendung
- Soll die Heilung von Sehnen, Bändern, Muskeln und Darm (z. B. Leaky Gut, Reizdarm) beschleunigen; populär in Kraft- und Kampfsport.
- Studienlage
- Stufe 1-2: Drei kleine, offene, nicht-placebo-kontrollierte Human-Pilotstudien (intraartikulär bei Knieschmerz 2021; intravesikal bei interstitieller Zystitis 2024; i.v. Sicherheit bei 2 Probanden 2025) zeigen kurzfristig keine schweren Nebenwirkungen, aber keine kontrollierten Endpunkte. Eine narrative Übersicht (McGuire et al., 2025) bewertet die Human-Lage weiterhin als "sparse and fraught with methodological weaknesses"; eine weitere Übersicht aus der Sportmedizin (Vasireddi et al., 2025) bestätigt das Bild ohne klinische Sicherheitsdaten. Aktiv: randomisierte Phase-2-Studie zu akuter Hamstring-Verletzung (NCT07437547). WADA: weiterhin gelistet unter S0 (Prohibited List 2026 in Kraft).
- Dosier-Hinweis
- Vials 5-10 mg; subkutan lokal an der Verletzung oder oral (Darm). Keine Dosierungsanweisung - nur Information.
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BPC-157 (Body Protection Compound) ist ein regeneratives Peptid, abgeleitet aus einem Schutzprotein des Magensafts. Es fördert die Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese) und kann so die Heilung schlecht durchbluteter Sehnen/Bänder beschleunigen. Evidenz: Stufe 1-2.
Wie wirkt BPC-157?
Im Magen repariert das Ursprungsprotein ständige Mikroverletzungen. Injiziert ins verletzte Gewebe löst BPC-157 Angiogenese aus: neue Blutgefäße wachsen ins Areal. Da Sehnen und Bänder kaum durchblutet sind (und deshalb langsam heilen), kann die bessere Versorgung die Heilung deutlich beschleunigen.
Wofür wird BPC-157 genutzt?
In Kraft- und Kampfsport sowie Biohacking gilt es als „Heilmittel" bei Sehnenentzündungen, Tennisarm, Bänder-/Muskelverletzungen und nach OPs. Oral wird es zur Darmheilung (Leaky Gut, Reizdarm, Magengeschwüre) eingesetzt.
Wie ist die Studienlage?
Es klafft eine große Lücke: viele anekdotische Erfolge, aber fast nur Tierstudien (Ratten, Schweine). Ein körpereigenes Protein ist schwer patentierbar, daher fehlt der Anreiz für teure Zulassungsstudien. Wichtig: Die WADA hat BPC-157 ab 2022 für Athleten verboten.
Hinweis: Informationsangebot, keine medizinische Beratung. Viele Substanzen sind experimentell und nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen.
Verwandte Peptide
Quellen
- McGuire et al. 2025: Regeneration or Risk? Narrative Review of BPC-157 (Curr Rev Musculoskelet Med) - PubMed
- Lee et al. 2024: BPC-157 bei interstitieller Zystitis (Altern Ther Health Med) - PubMed
- McGuire et al. 2025 - PMC Volltext
- Vasireddi et al. 2025: Emerging Use of BPC-157 in Orthopaedic Sports Medicine - PubMed
- Hudson Biotech: Phase-2 RCT BPC-157 bei akuter Hamstring-Verletzung (NCT07437547) - ClinicalTrials.gov
- WADA 2026 Prohibited List (in Kraft seit 1. Januar 2026) - PDF
- USADA: BPC-157 Peptide Prohibited